Buddha und die Beschimpfungen des Dorfes

 

Buddha ging einmal durch ein Dorf. Einige Leute dort waren ärgerlich auf ihn und regten sich sehr über seine Lehren auf. Sie beschimpften ihn, sie beleidigten ihn. Buddha hörte ihnen schweigend zu und sagte dann: „Wenn ihr fertig seid, dann erlaubt mir weiterzugehen. Ich muss das nächste Dorf erreichen, sie warten schon auf mich. Wenn euch noch etwas beschäftigt, dann könnt ihr es loswerden, wenn ich denselben Weg wieder zurückkomme."

Darauf sagten sie: „Wir haben dich beschimpft, wir haben dich beleidigt. Willst du nicht darauf antworten?"

Buddha erwiderte: „Ich reagiere inzwischen nicht mehr. Was ihr tut, ist eure Sache - doch ich reagiere nicht darauf, und ihr könnt mich nicht zwingen, irgendetwas zu tun. Ihr könnt mich beschimpfen; das ist eure Sache - doch ich bin nicht euer Sklave. Ich bin ein freier Mensch geworden. Ich handle von meinem Zentrum aus, nicht von der Peripherie und eure Beschimpfungen berühren nur die Peripherie, nicht mein Zentrum. Mein Zentrum bleibt unberührt."

 

gefunden in den unendlich vielen tiefgründigen Weisheiten des Orients & Okzidents von 

Sonja Luckeneder

Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 10. September 2009 )