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Der Weltveränderer

 

Der Sufi Bayazid erzählt folgende Geschichte:

 

„In meiner Jugend war ich Revolutionär, und mein einziges Gebet zu Gott lautete:

‚Herr, gib mir die Kraft, die Welt zu verändern.'

 

Als ich die mittleren Jahre erreichte und merkte, dass die Hälfte meines Lebens vertan war, ohne dass ich eine einzige Seele geändert hätte, wandelte ich mein Gebet ab und bat:

‚Herr, gib mir die Gnade, alle jene zu verändern, die mit mir in Berührung kommen. Nur meine Familie und Freunde, dann bin ich schon zufrieden.'

 

Nun, da ich ein alter Mann bin und meine Tage gezählt sind, beginne ich einzusehen, wie töricht ich war. Mein einziges Gebet lautet nun: ‚Herr, gib mir die Gnade, mich selbst zu ändern.'

 

Wenn ich von Anfang an darum gebetet hätte, wäre mein Leben nicht vertan."

 

gefunden in den unendlich vielen tiefgründigen Weisheiten des Orients & Okzidents von 

Sonja Luckeneder

Letzte Aktualisierung ( Freitag, 25. September 2009 )
 
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