„In
meiner Jugend war ich Revolutionär, und mein einziges Gebet zu Gott lautete:
‚Herr,
gib mir die Kraft, die Welt zu verändern.'
Als
ich die mittleren Jahre erreichte und merkte, dass die Hälfte meines Lebens
vertan war, ohne dass ich eine einzige Seele geändert hätte, wandelte ich mein
Gebet ab und bat:
‚Herr,
gib mir die Gnade, alle jene zu verändern, die mit mir in Berührung kommen. Nur
meine Familie und Freunde, dann bin ich schon zufrieden.'
Nun,
da ich ein alter Mann bin und meine Tage gezählt sind, beginne ich einzusehen,
wie töricht ich war. Mein einziges Gebet lautet nun: ‚Herr, gib mir die Gnade,
mich selbst zu ändern.'
Wenn
ich von Anfang an darum gebetet hätte, wäre mein Leben nicht vertan."
gefunden in den unendlich vielen
tiefgründigen Weisheiten des Orients & Okzidents von
Sonja
Luckeneder
Letzte Aktualisierung ( Freitag, 25. September 2009 )