Buddha forderte ihn auf,
zu versprechen, dass er alles tun würde, was er ihm vorschlug. Da begann
Maulungputra zu weinen und sagte: „Wie könnte ich das versprechen? Ich bin
nicht - ich bin noch nicht, wie könnte ich da etwas versprechen? Ich weiß
nicht, wie könnte ich da etwas versprechen? Ich weiß nicht, was ich morgen sein
werde; ich habe kein Selbst, das etwas versprechen könnte, erwarte also nicht
das Unmögliche von mir. Ich werde es versuchen. Nur soviel kann ich dir
versprechen - dass ich es versuchen werde. Doch ich kann nicht sagen, dass ich
alles tun werde, was du sagst, denn wer sollte es tun? Ich suche doch gerade
nach dem, der versprechen und sein Versprechen erfüllen kann. Ihn gibt es noch
nicht."
Da sagte Buddha:
„Maulungputra, ich habe dir diese Frage gestellt, um genau das zu hören. Wenn
du es versprochen hättest, hätte ich dich weggeschickt. Hättest du gesagt: ‚Ich
verspreche, dass ich es tun werde', hätte ich gewusst, dass du nicht wirklich
auf der Suche nach deinem Selbst bist, denn ein Suchender muss wissen, dass er
noch kein Selbst hat. Was wäre sonst der Sinn seiner Suche? Wenn man bereits
ist, braucht es keine Suche. Du bist noch nicht! Und wenn man das wahrnehmen
kann, löst sich das Ego auf."
gefunden in den unendlich vielen
tiefgründigen Weisheiten des Orients & Okzidents von
Sonja
Luckeneder
Letzte Aktualisierung ( Freitag, 4. September 2009 )