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Buddha und Maulungputra - die Suche nach dem Selbst

 

 

Maulungputra, ein Suchender, kam eines Tages zu Buddha. Buddha fragte ihn: „Was suchst du?"

Maulungputra antwortete: „Ich suche mein Selbst. Hilf mir!"

Buddha forderte ihn auf, zu versprechen, dass er alles tun würde, was er ihm vorschlug. Da begann Maulungputra zu weinen und sagte: „Wie könnte ich das versprechen? Ich bin nicht - ich bin noch nicht, wie könnte ich da etwas versprechen? Ich weiß nicht, wie könnte ich da etwas versprechen? Ich weiß nicht, was ich morgen sein werde; ich habe kein Selbst, das etwas versprechen könnte, erwarte also nicht das Unmögliche von mir. Ich werde es versuchen. Nur soviel kann ich dir versprechen - dass ich es versuchen werde. Doch ich kann nicht sagen, dass ich alles tun werde, was du sagst, denn wer sollte es tun? Ich suche doch gerade nach dem, der versprechen und sein Versprechen erfüllen kann. Ihn gibt es noch nicht."

Da sagte Buddha: „Maulungputra, ich habe dir diese Frage gestellt, um genau das zu hören. Wenn du es versprochen hättest, hätte ich dich weggeschickt. Hättest du gesagt: ‚Ich verspreche, dass ich es tun werde', hätte ich gewusst, dass du nicht wirklich auf der Suche nach deinem Selbst bist, denn ein Suchender muss wissen, dass er noch kein Selbst hat. Was wäre sonst der Sinn seiner Suche? Wenn man bereits ist, braucht es keine Suche. Du bist noch nicht! Und wenn man das wahrnehmen kann, löst sich das Ego auf."

 

gefunden in den unendlich vielen tiefgründigen Weisheiten des Orients & Okzidents von 

Sonja Luckeneder

Letzte Aktualisierung ( Freitag, 4. September 2009 )
 
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