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Bildung ist Zukunft

 

Eine Generation von Studierenden wacht auf

 

Ende November - eine seltsame Entwicklung erfaßt die deutschen Universitäten. Die Studenten erheben Protest. Na ja, das tun sie manchmal, und dann geben sie wieder Ruhe. Doch diesmal scheint ein anderer Wind zu wehen. 50 Universitäten in Deutschland im Streik, hoppla, 100. Was ist geschehen?

Dienstag, 2. 12. 1997, die Vollversammlung der Studierenden beschließt den Streik, bzw. kreativen Ausstand. Ich komme nach der Arbeit an die Uni. Ich gehöre also zu jenen Unglücklichen, die sich ihr Studium selbst finanzieren müssen und sich nicht sicher sein können, ob dies nach der neuen, wie Stoiber sie nennt, „studierendenfreundlichen Reform" überhaupt möglich sein wird. Erfahre, daß der Streik beschlossen ist und freue mich darüber. Wir hätten am Abend um 18 Uhr noch ein Seminar, aber da wir ja streiken, fallen die Seminare aus. Nun gibt es aber erstens bestimmt noch Studierende, die noch nicht mitgekriegt haben, daß gestreikt wird und auch solche, die einfach nicht streiken wollen, sondern ihren Stoff gemütlich weiterlernen. Denn wenn die Seminare ausfielen, müßte man sich ja den Stoff selbst aneignen, und dies ist vielen zu mühsam und manchen vielleicht gar nicht möglich. So entstand schon am ersten Tag in diesem Seminar eine kontroverse Diskussion über den Streik, wobei sich im Fachbereich Pädagogik alle, einschließlich Professor, mit Ausnahme einer Studentin, für den Streik aussprachen und seine Notwendigkeit einsahen. Doch die große Frage ist: Wie sollen wir streiken, daß es etwas bringt, daß wir etwas erreichen? Denn darum geht es und nicht darum, verfrüht in die Weihnachtsferien zufahren, wie die SZ einmal schrieb. Da wir aber nicht als professionelle Streiker geboren wurden und ja eigentlich nicht studieren, um zu streiken, war zunächst der Wille da, aber noch kein Konzept. So verließ ich an diesem ersten Tag die Uni mit einem starken Gefühl des Aufbruchs und als Idealist mit einem großen Gefühl der Freude, daß sich nun Möglichkeiten eröffnen könnten, endlich einmal etwas zu bewegen in dieser Generation, die bisher scheinbar schlief und resigniert fast alles mit sich machen ließ.

Ich ging am ersten Streiktag in die Neue Akropolis, um einen Kurs zu besuchen und meinen philosophischen Freunden zu erzählen, daß sich etwas in Deutschland bewege; die Jugend sei aufgewacht, und wir würden vielleicht den Beginn einer neuen Bewegung erleben. Die Idee eines Arbeitskreises begann sich zu bilden: eines Arbeitskreises, der für das Überleben der Geisteswissenschaften kämpfen soll. Diese sind durch die „Studienreformen" am meisten bedroht, vor allem in Bayern.

Ich will kurz die Entwicklungen schildern und aufzeigen, warum sich die Studierenden gegen die „Reformen" in der vorliegenden Form wehren. Die geplanten Änderungen bedeuten einen massiven Eingriff in die Autonomie von Forschung und Lehre. Dies hängt in Bayern mit der geplanten Einführung eines Hochschulrates zusammen, der weitgehende Entscheidungsbefugnisse haben soll, z.B. über die Vergabe von Forschungsmittel oder die Bewilligung oder Streichung von Studiengängen. Der Hochschulrat entspricht dem „Board of trustees" in den USA. Hier wurde also ein amerikanisches Modell unreflektiert übernommen. Diesem „Board of trustees" gehören in den USA Industrielle an, die für die Hochschulen sehr viel Geld spenden, wodurch die Universität zu einer reinen Rekrutierungsstätte für die Wirtschaft nach Effizienzkriterien degradiert wird. In der Regierungserklärung des Bayerischen Kultusministeriums werden immer wieder Begriffe aus der Wirtschaft auf das Bildungswesen übertragen. So spricht der bayerische Kulturminister Zehetmaier z.B. vom „Bildungs- und Wissenschaftsstandort" oder vom „Rohstoff Bildung". Auch wenn es natürlich in vielen Bereichen notwendig und nützlich ist, daß Hochschulen die wirtschaftlichen Entwicklungen mehr berücksichtigen, ist eine Verengung der universitären Ausbildung auf Wirtschaftskriterien abzulehnen.

Die Universität als Ort, an dem kritisch über Wirtschaft und Politik reflektiert werden kann, muß erhalten bleiben. Der geplante Hochschulrat soll sich aus ingesamt fünf auf Vorschlag vom Kultusminister ernannte Mitglieder zusammensetzen, davon drei aus beruflicher Praxis und Wirtschaft sowie zwei externe Wissenschaftler oder Künstler. Er wäre damit ein universitätsfremdes Gremium, daß vom Kultusminster ernannt würde und somit eine Verlängerung der Politik, die die Freiheit von Forschung und Lehre massiv in Frage stellen würde.

Aus diesem Grund will der Rektor der Universität München, Andreas Heldrich, sogar Verfassungsklage einreichen. Es ist zu begrüßen, daß wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklungen in Zukunft stärker berücksichtigt werden. Die letzte Entscheidung sollte jedoch die Hochschule selbst treffen. Dieser Hochschulrat wäre ein nicht demokratisch legitimiertes Gremium, auf das weder die Studierenden noch die Dozenten Einfluß hätten. Der Rektor der Universität soll zwar dem Hochschulrat angehören, jedoch ohne Stimmrecht auszuüben. Die Studierenden fordern dagegen ein Gremium, indem alle an der Universität tätigen Gruppen gemeinsam und gleichberechtigt vertreten sind: die Studierenden, der akademische Mittelbau, nicht-akademische Mitarbeiter und die Professoren. Dieses Gremium soll von einem Hochschulrat unterstützt und beraten werden, der sich aus allen gesellschaftlich relevanten Gruppen zusammensetzt, wie Vertreter/innen aus Wirtschaft, Gewerkschaften, Umweltverbänden, Wissenschaft und dem künstlerischen Bereich.

Die weitgehend unreflektierte Übernahme des amerikanischen Systems zeigt die Konzeptlosigkeit der bayerischen Regierung. In den USA hat dieses System zu einem Zweiklassensystem im Bildungswesen geführt. Ist es das, was die Regierung will?

Darüber hinaus fordern die Studierenden ein Verbot von Studiengebühren, um einen sozialen „Numerus clausus" zu verhindern. Auch die Festlegung von Studienzeiten, wie sie die Novelle zum Hochschulgesetz vorsieht, ist abzulehnen, weil sie diejenigen ausschließt, die sich ihr Studium selbst finanzieren müssen - abgesehen davon, daß bei den momentanen Überlastungen, z.B. bei Pflichtveranstaltungen, die geforderten Studienzeiten gar nicht eingehalten werden können. Bei den gegenwärtigen Bafög-Regelungen ist die Forderung nach einem Vollzeitstudium blanker Hohn. Sie zielt eindeutig darauf hin, sozial schwächere Gruppen an einem Studium zu hindern, vor allem wenn gleichzeitig berufliche Tätigkeit neben dem Studium verboten werden soll, ohne daß das Gesetz genauer ausführt, was unter „beruflicher Tätigkeit" zu verstehen ist. Es wird also offensichtlich von der Regierung erwartet, daß das Studium von den Eltern finanziert wird. Somit ist der geplante Gesetzentwurf sozial untragbar, denn er führt zu einer Zementierung und Verschärfung der Besitzstände: Die Reichen würden immer reicher und die Armen immer ärmer.

Auch gegenwärtig liegt der Anteil der Studierenden aus einkommensschwächeren Familien bei nur 15% und ist seit der Regierung Kohl kontinuierlich gesunken. In einem der immer noch reichsten Länder der Welt ist diese Entwicklung nicht einzusehen, auch wenn von Seiten der Politik und der Wirtschaft immer behauptet wird, es sei kein Geld mehr da. Für andere Dinge ist sehr wohl Geld da, wie z.B. Eurofighter und Berlinumzug, nur immer weniger für die Bildung.

Wenn man 21 führende Staaten bezüglich ihrer Bildungsausgaben vergleicht, scheidet Deutschland sehr schlecht ab; beim Vergleich der Bildungsausgaben an den gesamten Staatsausgaben liegen wir sogar an letzter Stelle. Auch dieser Trend hat sich unter der gegenwärtigen Regierung ständig verschärft.

Noch ein Wort zum Argument, die Zahl der Studierenden sei zu hoch und müsse verringert werden. Gut, und was machen dann die jungen Leute, die nicht mehr studieren? Sie drängen auf einen Arbeits- und Lehrstellenmarkt, der, wie jeder weiß, im Moment schon hoffnungslos überlastet ist. Nach Schätzungen werden wir im Januar 1998 die Fünf-Millionen-Arbeitslosengrenze erreichen. Also weniger Studenten, noch mehr Arbeitslose!

Es gibt noch viele weitere Forderungen der Studierenden, und es wurden und werden auch Alternativkonzepte erarbeitet. Leider hat die Presse bis heute weitgehend versäumt, diese inhaltliche Arbeit darzustellen, und stürzt sich lieber auf medienwirksame Randerscheinungen der Studentenproteste, anstatt zu einem konstruktiven und inhaltlichen Dialog beizutragen.

Zurück zu dem Arbeitskreis Geisteswissenschaften: Ich informierte mich, ob es etwas Derartiges schon gab, und da dies nicht der Fall war, stellte ich den Arbeitskreis in der Studierenden Versammlung am 4. 12. 1997 vor und gab den Termin für ein erstes offenes Treffen am nächsten Tag bekannt. Zu meiner großen Freude kamen am nächsten Tag über 40 Studierende aus über zehn geisteswissenschaftlichen Fakultäten. Alle waren begeistert von der Idee, einen überfakultären Arbeitskreis zu bilden, der sich gemeinsam für das Fortbestehen der Vielfalt geisteswissenschaftlicher Studiengänge an den Universität München einsetzt. Es entstanden sehr fruchtbare Diskussionen, und viele waren froh, daß ein solches Forum entstanden war. Die Ziele wurden genauer formuliert und erste Stellungnahmen für die Öffentlichkeit erarbeitet. Wir trafen uns täglich und auch am Wochenende.

So verging die erste Streikwoche. Es hatten sich Foren an der Uni gebildet, wie sie vorher undenkbar gewesen waren. Eines der Probleme war immer noch die Organisation des Streiks, die Kommunikation und Koordination aller Aktivitäten. Es wurde immer unübersichtlicher,und viele wichtige Dinge fanden gleichzeitig statt. Man muß sich vorstellen, daß es eine riesige Herausforderung ist, den Streik an der größten Uni Deutschlands mit über 60 000 Studierenden zu koordinieren. So wurde ein Streikkomitee geschaffen, das aus 12 Mitgliedern bestand. Ich wurde zum Vertreter aller im Streik aktiven überfakultären Arbeitskreise gewählt. Das Komitee versuchte, Struktur in die Aktivitäten des Streiks zu bringen. Es wurden Infostände eingerichtet, und es fanden Konferenzen statt, in denen die Fachschaften und die Arbeitskreise ihre Aktionen koordinieren konnten. Doch da diese Einrichtungen erst mitten im Streik entstanden, war es nicht mehr möglich, daß sich alle darauf einrichten konnten. Aber wenn die nächste Streikwelle kommt, steht die Organisationsstruktur von Anfang an. Ich berichte dies, um zu zeigen, wie viele wirklich arbeitsintensive Strukturen in diesen knapp drei Wochen Streik an der Universität in München entstanden sind, die auch über den konkreten Streik hinaus weiterarbeiten und erhalten blieben, auch nachdem der Streik vor Weihnachten bis zum 15. 1. 1998 ausgesetzt wurde. Ich hoffe, daß die Proteste weitergehen, denn Deutschland braucht sie. Wir wollen nicht in einem Land leben, in dem die soziale Kälte immer mehr zunimmt und die Wirtschaft zum alleinigen Entscheidungsfaktor wird.

Am Donnerstag, den 18. 12. 1997, fuhren die Studierenden zum zweiten Mal seit Beginn der Proteste nach Bonn. Seit der ersten Großdemonstration in der Bundeshauptstadt am 28. 11. 1997, an der 30 000 Personen teilnahmen, sprachen die Zeitungen von der größten Studentenbewegung seit 1968 und zogen immer wieder Parallelen zu der damaligen Zeit. Allerdings wurde dabei meist inkorrekt argumentiert, denn es wurden den 68ern gegenüber den 97ern gesellschaftspolitische Ideale zugeschrieben, und einige Altachtundsechtziger nutzen die Situation sogar, um sich in den Medien als Vertreter eines echten Idealismus zu profilieren gegenüber den heutigen Studierenden, denen Ideale fehlten, die über ihre eigenen Belange hinausgingen. Dem ist jedoch entgegenzuhalten, dass die Studentenbewegung von 1968 schon 1963 mit Protesten begann und es zunächst auch nur um hochschulpolitische Forderungen ging. Erst im Laufe der folgenden Jahre entwickelten sich die weitergehenden Inhalte.

Von München machten sich etwa 400 Studierende mit einem Sonderzug auf die weite Tagesreise nach Bonn. Die dortige Demonstration signalisierte den zur gleichen Zeit tagenden Bundeskanzler, Bundesforschungsminister und Kultusministern, daß die Studierenden mit dieser Bildungspolitik nicht einverstanden sind. Die 2% Bafög-Erhöhung, die bei dem Bildungsgipfel beschlossen wurden, gleichen nicht einmal die Inflation aus, sind also aus unserer Sicht lächerlich. Es ist nur traurig, daß unsere Politiker so etwas schon als Zugeständnis verkaufen wollen. Es waren laut Zeitungsberichten knapp 30 000 Demonstranten und Demonstrantinnen, wobei auf den vereisten Autobahnen noch viele steckengeblieben waren.

Es kam leider auch zu gewaltsamen Ausschreitungen mit der Polizei, als Studierende in die Bannmeile vordrangen. Dies griffen natürlich die Zeitungen am nächsten Tag gerne auf, um die Proteste zu verurteilen. Leider schenkt man in diesem Land friedlichen Protestierenden, Demos mit originellen Aktionen, keine so große Aufmerksamkeit und qualifiziert sie oft als Spaß ab.

Die Zeitung „Die Woche" schrieb schon am 5. Dezember 97: „Brauchtdie Politik erst Steine? Sind die trostlosen deutschen Verhältnisse nur mit Gewalt zum Tanzen zu bringen? Müssen die (noch) sanft und phantasievoll rebellierenden Studenten erst Parlamente stürmen, Straßenpflaster aufreißen und Scheiben von Parteibüros einwerfen, bevor jenes wechselweise gönnerhaft-arrogante oder fernsehtauglich-solidarische Lächeln auf den Gesichtern der Macht erstirbt,...".

Ich hoffe, daß gewaltsame Ausschreitungen vermieden werden können, doch dazu müssen die Politiker sicherlich anders als bisher reagieren. Denn wenn man friedlich auf Mißstände aufmerksam macht und dafür nur belächelt wird, ist dies, gelinde gesagt, sehr frustrierend.

Als Philosoph ziehe ich die Methoden Gandhis vor. Doch diese sind eher nicht zu erwarten in diesem Streik. So hoffe ich, daß sich die Politiker zu einem ernsthaften Dialog mit den Studierenden bereiterklären, um etwas zu entwickeln, das für alle besser ist als der Vorschlag der Bundesregierung, der momentan auf dem Tisch liegt. Die Studierenden fordern die Aussetzung der Verhandlungen zu den Gesetzesnovellen und die Aufnahme eines Dialogs mit allen Betroffenen, wie ihn die Studierendenvertretungen fordern, ohne daß die Politik darauf eingegangen wäre.

Nach der Demonstration in Bonn gab es eine Abschlußkundgebung. Ein Vertreter der Gewerkschaften kündigte die Unterstützung von Seiten der Gewerkschaften für 1998 an. Es wurde von den Sprechern und Sprecherinnen immer wieder betont, daß die Konsequenzen dieser Hochschulpolitik für die zukünftige Entwicklung Deutschlands der breiten Öffentlichkeit im nächsten Jahr bekannt gemacht werden müsse und daß es darum ginge, eine breite Solidarität zu erreichen, um vielleicht in diesem Jahr, im Wahljahr, mehr in Bewegung zu bringen als nur die Bildungspolitik. Es herrschte Aufbruchsstimmung!

Warum wir ein umfassendes Bildungsystem brauchen

Dieses Land wurde einmal das Land der „Dichter und Denker" genannt.

Im Moment sind wir auf dem besten Wege, die Reste dieser geisteswissenschaftlichen Tradition zu Grabe zu tragen. Doch dies ist der falsche Weg! Wir müssen die geistige Tradition wiederbeleben und aktualisieren, denn nur eine Synthese von geisteswissenschaftlichen und naturwissenschaftlichen Erkenntnissen hat eine Chance, Wege aus dem Dilemma des 21. Jahrhunderts zu finden. Die einseitige Verstärkung der Natur- und Wirtschaftswissenschaften beschleunigt nur den gegenwärtigen Prozeß, daß das Menschliche dem Technischen und Wirtschaftlichen immer mehr untergeordnet wird.

Wir müssen unser Denken und unsere Einstellung ändern, um zu überleben. Wie bitte soll dies gelingen, wenn wir sogar den Universitäten die Mittel entziehen, in diesen Bereichen zu forschen? Es gibt hier viel Aufklärungsarbeit zu leisten!

Neue Akropolis arbeitet als internationale Organisation seit 40 Jahren dafür, das geistige Erbe der Menschheit zu bewahren, das in ihr verborgene Wissen zu ergründen und auf die Herausforderungen der Gegenwart anzuwenden.

Ich lehne eine Hochschulpolitik ab, welche das Studium von geisteswissenschaflichen Fächern noch mehr erschwert.

Was geschehen soll

Aussagen über die zukünftige Entwicklung zu machen ist immer schwieriger als über die Vergangenheit zu berichten. Doch ich will hier zumindest etwas über die positiven Möglichkeiten sagen. Ich würde mir wünschen, daß die Dynamik, die ich unter den Studierenden vor Weihnachten erlebte, jetzt nach Weihnachten wiedererwacht, dass es in ganz Deutschland in diesem Jahr zu einem Prozeß des Nachdenkens unter den Studierenden kommt, aus dem sich alternative und bessere Konzepte entwickeln. Ich wünsche mir, daß es gelingt, so viel politischen Druck durch die gesellschaftliche Soldidarität zu erzeugen, daß es zu einer wirklichen Hochschulreform kommt, an der alle betroffenen Gruppen der Hochschule mitwirken können, um sinnvolle Weichen für die Zukunft zu stellen.

Ich wünsche mir, daß dieses Jahr ein Jahr der Erschütterung wird für viele, die kapituliert

haben und nur noch versuchen, sich mit den gegebenen Bedingungen zu arrangieren; daß dies ein Jahr des Erfolgs für die Mutigen werden wird, die es wagen aufzustehen. Mögen wir den Mut haben, für die gerechten Dinge zu streiten, auch wenn unsere Zeit uns dafür belächelt. Für eine neue und bessere Zukunft!

 

Autor: Julian Plieninger

 

(aus: Abenteuer Philosophie Heft Nr. 72)

 
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