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Sanskrit

Die klassische Sprache der indischen Gelehrten und Brahmanen. Sie gehört zur indogermanischen Sprachfamilie und wurde bereits im 5. Jahrhundert v. Chr. von dem indischen Grammatiker Panini aus dem ursprünglichen, noch formenreicheren Ursanskrit in die heute bekannte Form gebracht. Sanskrit unterscheidet sich von früheren Formen der indischen Sprache, insbesondere dem Vedischen, in denen die ältesten religiösen Texte wie z.B. die Brahmanas, die Veden und die Upanischaden verfasst sind. Die großen Volksepen Ramayana und Mahabharata sind in Sanskrit verfasst.

Obwohl das Sanskrit im Vergleich zum Vedischen viele grammatische Formen verloren hat, ist es doch mit z.B. acht Kasusendungen in der Substantivdeklination, drei Numeri (Singular, Dual, Plural) und einem reichen Flexionsystem eine äußerst komplexe, feine und reichhaltige Sprache, die schon früh die europäischen Sprachwissenschaftler begeistert hat. Als ab dem 17. Jahrhundert das Sanskrit von europäischen Linguisten erforscht wurde, konnte durch die strukturelle Ähnlichkeit des Sanskrit mit europäischen Sprachen die indogermanische Sprachfamilie entdeckt und bewiesen werden.

Doch nach indischen Überlieferungen gab es eine heilige Formen des Sanskrit, die niemals bekannt war und auch nicht gesprochen wurde, außer von eingeweihten Brahmanen. Sie wurde als reine Mysteriensprache verwendet.

 

Autor: Helmut Müller

 
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